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Bonpflicht / Belegausgabepflicht - Alle Fakten (2020)

"Möchten Sie den Beleg dazu?" Seit dem 1. Januar 2020 gilt in Deutschland die Bonpflicht. Wir haben die Fakten für dich zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Ist es möglich, sich von der Belegausgabepflicht befreien zu lassen?

Was passiert bei Missachtung der Ausgabepflicht?

Welche Angaben müssen auf dem Kassenbeleg stehen?

Belege in Papierform ausgeben oder digital versenden!

Ausblick

 

Die Bonpflicht ist da. Im Jahr 2020 kommen auf Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister in Deutschland neue Regelungen für Kassen zu. Mit der KassenSichV  2020 gibt es einiges zu beachten. Die Bonpflicht bzw. Belegausgabepflicht ist ein wichtiger Teil davon. Diese verpflichtet Nutzer von elektronischen Kassensystemen den Kunden im Zusammenhang mit dem Geschäftsvorfall einen Beleg zur Verfügung zu stellen, selbst für Cent-Beträge.

Photo by Carli Jeen

Egal ob es sich bloss um ein Brötchen oder einen großen Einkauf handelt: Das Gesetz schreibt vor, jedem Kunden/Gast einen Kassenzettel auszuhändigen. Die Kunden sind jedoch nicht dazu verpflichtet, diese auch anzunehmen. Kassenzettel können aber auch in elektronischer Form (digital) zur Verfügung gestellt werden, z.B. per E-Mail oder SMS.

Hintergrund der Kassenzettelpflich ist der Kampf gegen Steuerhinterziehung. Die Belegausgabepflicht ist in § 146a Abs. 2 AO geregelt und gilt seit dem 1. Januar 2020 für alle elektronischen Aufzeichnungssysteme. Mit diesen neuen Regelungen verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, sicherzustellen, dass jeder einzelne Geschäftsvorfall tatsächlich dokumentiert wird. Dies gilt als eine unterstützende Maßnahme zur Verhinderung von Steuerhinterziehung und etwaigen Manipulationen am Kassensystem. Denn das Gesetz sieht auch vorallem vor, dass von nun an alle Kassen mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet werden, die Manipulationen im Nachhinein verhindern soll. Finanzbeamte sollen so besser prüfen können, ob ein Verkauf mit den Kassenaufzeichnungen im Geschäft übereinstimmt.

Die Bundesregierung und der Bundesrechnungshof schätzen, dass in deutschen Gaststätten und Geschäften rund 10 Mrd Euro jährlich an Steuern hinterzogen werden, weil Beträge gar nicht oder nicht vollständig registriert werden.

Ist es möglich, sich von der Belegausgabepflicht befreien zu lassen?

Ja, eine Befreiung von der Belegausgabepflicht möglich. Jedoch muss diese bei der zuständigen Finanzbehörde beantragt werden. Das kann der Fall sein, wenn du Waren/Produkte oder Service an eine Vielzahl dir unbekannten Kunden verkaufst, wie beispielsweise Imbissbuden, Clubs oder Marktstände. Geschäfte mit geringem Umsatz können ebenfalls eine Ausnahme beantragen. Die zuständige Behörde entscheidet pflichtgemäß, ob dem Antrag stattgegeben wird. Im Falle einer Ablehnung, kann ein Widerruf eingelegt werden.

Die Ausnahme befreit dich als Gastgeber bzw. Händler aber nicht von dem Anspruch deiner Kunden/Gäste auf den Erhalt des Bons, wenn sie ihn haben wollen.

Für eine offene Ladenkasse gibt es derzeit eine Ausnahme: Hier besteht keine Belegausgabeverpflichtung.

Was passiert bei Missachtung der Ausgabepflicht?

Erst mal nicht viel. Ein Bußgeld für Verstöße gegen die Bonpflicht gibt es soweit noch nicht. Das Bundesfinanzministerium (BMF) berichtete am 08.01.2020, dass es bei einer Missachtung der Kassenzettelpflicht zwar keine Bußgelder gibt, man solle aber dennoch aufpassen, denn bei einer Missachtung liegt ein Verstoß gegen die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung bzw. der Aufzeichnungen vor. 

Dies könnte bei der Finanzbehörde Zweifel wecken und zur sporadischen Testkäufe durch Kassenprüfer führen. Bekommt der Scheinkunde bei diesem Testkauf jedoch keinen Beleg ausgehändigt, kann das zukünftig mehrere genauere Nachprüfungen nach sich ziehen.

Photo by Michael Walter

Welche Angaben müssen auf dem Kassenbeleg stehen?

Der Gesetzgeber regelt zudem, welche Informationen auf dem Bon stehen müssen.
Hier einen Überblick über die Anforderungen an den Inhalt von Belegen:

  • Vollständiger Name und Anschrift deines Unternehmens
  • Datum und Uhrzeit der Belegausstellung
  • Art und Menge der Bestellungen
  • Rechnungsnummer
  • Zahlungsbetrag und der zugehörige Steuerbetrag
  • Die Seriennummer des Kassensystems oder des Sicherheitsmoduls
  • Signaturzähler
  • Prüfwert

Belege in Papierform ausgeben oder digital versenden!

Du und deine Kunden haben die Wahl; entweder den Bon digital und somit umweltfreundlich versenden oder doch lieber in Papierform ausstellen – mit Paymash stehen dir beide Möglichkeiten zur Verfügung.

Mit der Paymash kannst du deinen Kunden alle Belege direkt an der Kasse auch per E-mail zukommen lassen. Durch die Digitalisierung der Kassenbelege wird Thermopapier eingespart und die Umwelt geschont. Paymash ist die innovative Antwort auf die Belegausgabepflicht.

Als UnternehmerIn  hast die Möglichkeit deinen Kunden eine Alternative zu bieten und kannst somit ein Zeichen setzen. Lasse deinen Kunden die Wahl, ob sie sich für die nachhaltige, digitale Variante entscheiden oder den Papierbon entgegennehmen.

Ausblick zur Bonpflicht / Belegausgabepflicht

Auch wenn die Einführung der TSE durch eine Nichtbeanstandungsregelung auf den 01. Oktober 2020 verschoben wurde, musst du bereits ab dem 01. Januar 2020 an die Belegausgabepflicht denken. Nur durch die Kombination beider Maßnahmen lässt sich nach Auffassung der Finanzbehörde der Manipulationsschutz bestmöglichst umsetzen.  Mit Paymash bist du garantiert auf der sicheren Seite und auch in Sachen Bonpflicht bestens beraten.

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